Der Mietspiegel Potsdam 2026 in Zahlen
Der Mietspiegel 2026 nennt keine Durchschnittsmiete für Potsdam. Er nennt 67 Mittelwerte, und sie liegen weit auseinander: von 5,55 € bis 16,73 € je Quadratmeter. Diese Seite zeigt, wie sich das verteilt — und welche Eigenschaft einer Wohnung den Wert tatsächlich bewegt.
Der Aufbau
7 Baualtersklassen, darin 14 Zeilen, dazu 5 Größenspalten — rechnerisch 70 Kombinationen aus Zeile und Größenklasse. Abgedruckt sind 68 Felder: in Zeile 1 und Zeile 6 fasst der Mietspiegel die beiden größten Größenklassen zu einem einzigen Feld zusammen. Für 69 Kombinationen ist ein Wert ausgewiesen; bei 1 lagen zu wenige Mietverhältnisse vor, um einen auszuweisen.
11 der 14 Zeilen unterscheiden innerhalb ihrer Baualtersklasse noch nach Energieeffizienzklasse. Die übrigen 3 tun das nicht: in „2009 bis 2012“, „2013 bis 2020“ und „ab 2021“ fasst der Mietspiegel alle Wohnungen zu einer einzigen Zeile zusammen.
Welche Eigenschaft bewegt den Wert?
Die Tabelle hat zwei Achsen, und sie sind unterschiedlich stark. Hält man Baujahr und Energieeffizienzklasse fest und ändert nur die Wohnungsgröße, bewegt sich der Wert innerhalb einer Zeile. Hält man die Größe fest und ändert Baujahr und Energieeffizienzklasse, bewegt er sich innerhalb einer Spalte. Der Unterschied ist deutlich:
| Was sich ändert | Höchster Unterschied |
|---|---|
| Nur die Wohnungsgröße (innerhalb einer Zeile) | Faktor 1,34 |
| Nur Baujahr und Energieeffizienzklasse (innerhalb einer Spalte) | Faktor 3,01 |
Die Größe verschiebt den Quadratmeterpreis also spürbar, aber in engen Grenzen. Baujahr und energetischer Zustand entscheiden über ein Vielfaches davon. Wer wissen will, ob eine Miete zum Mietspiegel passt, muss zuerst diese beiden Angaben richtig haben.
Die günstigste und die teuerste Wohnung sind gleich groß
Das niedrigste und das höchste Feld der ganzen Tabelle liegen in derselben Größenklasse, nämlich über 75 bis 90 m²:
- 5,55 € je m² — Baujahr 1971 bis 1990, E, F (Zeile 9 in der Tabelle)
- 16,73 € je m² — Baujahr ab 2021, alle Wohnungen (Zeile 14 in der Tabelle)
Zwei gleich große Wohnungen, und der Quadratmeterpreis unterscheidet sich um das 3,01-fache. An der Fläche kann es nicht liegen — sie ist in beiden Fällen dieselbe.
Warum es keine Durchschnittsmiete für Potsdam gibt
Eine einzelne Zahl für die ganze Stadt wäre bequem, und sie steht in vielen Artikeln über Potsdam. Aus dem Mietspiegel lässt sie sich nicht gewinnen.
Der Mietspiegel weist Felder aus, keine Wohnungen. Wie viele Potsdamer Wohnungen hinter jedem der 68 Felder stehen, veröffentlicht er nicht — ein Mittelwert über die Felder wäre deshalb kein Mittelwert über die Stadt, sondern ein Mittelwert über eine Tabelle. Er würde ein Feld mit wenigen hundert Wohnungen genauso stark gewichten wie eines mit Zehntausenden.
Dazu kommt die Spreizung selbst. Der höchste Wert ist das 3,01-fache des niedrigsten (5,55 € gegenüber 16,73 €). Eine Zahl in der Mitte beschriebe keine dieser Wohnungen. Deshalb nennt der Mietspiegel selbst keine, und deshalb steht auf dieser Seite auch keine.
Der belastbare Weg ist der umgekehrte: erst das eigene Feld bestimmen, dann dessen Spanne lesen. Wohnung jetzt einordnen.
Nachrechnen
Jede Zahl auf dieser Seite wird aus der Tabelle abgeleitet, nicht eingetippt; ein Test vergleicht sie bei jedem Testlauf mit der Tabellenansicht, aus der auch die veröffentlichte Tabelle entsteht. Nachprüfen lässt sich das auf drei Wegen: an der Tabelle selbst, über die JSON-Schnittstelle und im amtlichen PDF (öffnet in neuem Tab).
Herkunft der Daten, Rechtsstatus und die vollständige Prüfliste stehen unter Offene Daten.
Diese Seite fasst den Gesetzeswortlaut zusammen und trifft keine Aussage zu Ihrem konkreten Mietverhältnis. Ob eine bestimmte Miete oder Mieterhöhung zulässig ist, hängt vom Einzelfall ab und lässt sich hier nicht beantworten. Rechtsgrundlagen, Verordnungen und Rechtsprechung ändern sich. Diese Anwendung ersetzt keine Rechtsberatung.