Methodik
Die Berechnung folgt dem qualifizierten Mietspiegel 2026 der Landeshauptstadt Potsdam, gültig seit (Amtsblatt Nr. 14/2026). Diese Anwendung dient zur Orientierung und ersetzt keine Rechtsberatung.
Welche Daten verwendet werden
Ausschließlich der amtliche Mietspiegel. Alle Werte – Unterwert, Mittelwert und Oberwert je Tabellenfeld sowie die Punkte der Orientierungshilfe – stammen aus dem PDF der Landeshauptstadt Potsdam (öffnet in neuem Tab). Nichts davon ist geschätzt, interpoliert, gemittelt oder aus Angebotsdaten abgeleitet.
Erhoben wurden die Mieten zwischen dem 1. Oktober 2019 und dem 30. September 2025. Der Mietspiegel bildet damit den Bestand ab, nicht die aktuellen Angebotspreise – warum das ein Unterschied ist, steht unter Mietspiegel oder Angebotsmiete?
1. Tabellen-Lookup
Aus Wohnfläche (m²), Baualtersklasse und Klassifikation (Energieeffizienzklasse in 2026, Sanierungszustand in 2024) wird die passende Zeile und Spalte der Mietspiegeltabelle ermittelt. Ergebnis sind Unterwert, Mittelwert und Oberwert in €/m².
Die Spaltenzuordnung nach Wohnfläche unterscheidet sich für die Baualtersklasse „1949 bis 1970“ von allen anderen Klassen (andere m²-Grenzen).
2. Orientierungshilfe
Optional werden Ausstattungsmerkmale mit Plus- und Minuspunkten bewertet. Pro Kategorie gilt eine Punkt-Obergrenze, je Spalte insgesamt höchstens 100 Punkte. Die Netto-Punktzahl (Plus minus Minus) entspricht einem Prozentsatz. Vom Mittelwert aus wird innerhalb der Spanne Richtung Ober- oder Unterwert verschoben – höchstens bis zu den Tabellengrenzen.
Die Orientierungshilfe ist Anlage des Mietspiegels, aber nicht Teil des qualifizierten Mietspiegels selbst – sie hat deshalb nicht dessen Beweiskraft.
3. Mietvergleich
Wird eine Nettokaltmiete angegeben, wird der Ist-Wert in €/m² mit der Spanne verglichen: unterhalb, innerhalb oder oberhalb der Spanne.
Nachgerechnet: das Beispiel aus dem Mietspiegel
Der Mietspiegel 2026 rechnet eine Beispielwohnung vor: 55 m², Baualter „1949 bis 1970“, Energieeffizienzklasse „D, E, F, G, kein Energieausweis“. Die folgenden Zahlen sind nicht abgeschrieben, sondern mit demselben Lookup berechnet, den auch der Rechner benutzt.
- Das Tabellenfeld weist eine Spanne von 5,85 bis 7,21 €/m² aus, Mittelwert 6,49 €/m².
- Die Ausstattungsmerkmale des Beispiels ergeben netto +26 Punkte, also +26 % der Differenz zwischen Mittelwert und Oberwert.
- Daraus folgt eine ortsübliche Miete von 6,68 € je Quadratmeter – bei 55 m² rund 367,25 € Nettokaltmiete im Monat.
Dieses Ergebnis stimmt mit dem im PDF abgedruckten überein; weicht es ab, scheitert die Testsuite und damit die Auslieferung. Wie dieselbe Wohnung nach dem Mietspiegel 2024 ausgesehen hätte, zeigt der Vergleich beider Ausgaben.
Wie die Übernahme geprüft wird
Die Zahlen oben werden bei jeder Änderung nachgerechnet und gegen das amtliche PDF gehalten – weicht eine ab, scheitert die Auslieferung. Was das im Einzelnen absichert und was es ausdrücklich nicht absichert, steht in der Prüfliste unter Offene Daten.
2024 und 2026 im Vergleich
Der Mietspiegel 2026 ordnet nach Energieeffizienzklasse ein, der Mietspiegel 2024 nach Sanierungszustand. Auch die Baualtersklassen und die Orientierungshilfe haben sich geändert.
Ausgeschlossene Wohnformen
Der Mietspiegel gilt nicht für öffentlich geförderte Wohnungen, für Wohnraum in Studenten- oder Jugendwohnheimen und für Wohnungen in Altenpflegeheimen oder sonstigen Heimen, bei denen die Miete zusätzliche Leistungen wie Betreuung oder Verpflegung abdeckt. Zuschläge für (teil-)möblierte Wohnungen und für Untermietverhältnisse sind nicht erfasst.
Für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Reihenhäuser gilt er nur eingeschränkt, weil für diese keine Daten erhoben wurden. Der Bundesgerichtshof hält eine Berufung auf den Mietspiegel dort dennoch für zulässig (BGH, Urteil vom 17.09.2008 – VIII ZR 58/08; BGH, Beschluss vom 26.04.2016 – VIII ZR 54/15).
Weitere Fragen
FAQ (8 Einträge)